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OSTEOPATHISCHE TECHNIKEN

Die Osteopathie wurde vor hundert Jahren von dem amerikanischen Arzt und Chirugen A. Taylor Still entwickelt. Er ging davon aus, dass der Körper aus drei Systemen besteht, die sich gegenseitig beeinflussen: der Bewegungsapparat (Muskeln, Gelenke u. Wirbelsäule), die inneren Organe und das Cranio – sakrale System.

Dieses System besteht dem Cranium (Schädel), dem Kreuzbein und der Wirbelsäule als Verbindungsstück. Still nahm an, dass der Organismus gesund ist, wenn alle drei Systeme ohne Einschränkung funktionieren, und das hieß für ihn: Alle Körperteile bewegen sich harmonisch miteinander.

Diese von Natur aus gegebene Mobilität kann durch Muskelverletzungen beim Sport, Abnutzungserscheinungen der Gelenke durch eine falsche Körperhaltung, aber auch durch Entzündungen innerer Organe und falsche Ernährung eingeschränkt sein. Solche Fehlfunktionen versucht der Körper auszugleichen. Das geht solange gut, bis seine Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Dann bekommt der Patient Schmerzen – möglicherweise gar nicht an dem betroffenen Gelenk oder Organ.

Das Werkzeug eines Osteopathen sind seine Hände. Damit tastet er nicht nur den Körper des Patienten ab, spürt verspannte Muskeln, eingeschränkt bewegliche Gelenke oder empfindliche Organe. Mit seinen Händen behandelt er auch. Er versucht, die Beweglichkeit aller beeinträchtigten Teile wiederherzustellen: Bänder – auch die der inneren Organe – werden gedehnt oder entlastet, Muskeln mit speziellen Techniken an bestimmten Punkten massiert, die Eigenbewegung, die jedes Organ besitzt, unterstützt.

So sollen sich Verklebungen am Gewebe lockern, die durch Operationen oder Entzündungen hervorgerufen werden können. Nervenbahnen sollen stimuliert, die Durchblutung und damit der Stoffwechsel gefördert, Muskeln und Organe gelockert, Gelenke beweglicher werden.

Hilfe zur Selbstheilung, nicht Gesundmachen, ist das Prinzip.

Osteopathen behandeln Bandscheibenvorfälle, Knieschmerzen oder verstauchte Fußgelenke.

Behandelt werden immer alle drei Bereiche des Körpers: Welcher mehr oder weniger und mit welchen Techniken, hängt von der körperlichen und auch von der psychischen Verfassung des Patienten ab - diese zu erfassen, erfordert Nicht nur Fingerspitzengefühl und viel Erfahrung, sondern auch Zeit.

Osteopathische Behandlungen werden vom Patienten privat bezahlt. Wer mehr erfahren möchte, kann dies tun im Buch "Sanftes Heilen mit Osteopathie“ vom Trias Verlag, 13,00 EUR.